Die letzten 30 Jahre

22. September 2009 at 12:20 5 Kommentare

Die letzten 30 Jahre – wie 30 Jahre älter oder so ähnlich habe ich mich Sonntag Abend ein wenig gefühlt, nachdem ich Samstag und Sonntag jeweils 14 Stunden als Komparse bei einem Filmdreh gearbeitet habe. Es handelt sich um eine Produktion vom WDR, arte und Odeon Pictures GmbH. „Die letzten 30 Jahre“ wird unter der Regie des Grimme-Preisträgers Michael Gutmann inszeniert. Es handelt sich um eine Liebesgeschichte der Charakteren Resa und Oskar, die in den 70er Jahren ihren Anfang findet und bis in die Jetztzeit geht. Oskar ist der linken Studentenbewegung „Rote Zellen“ und Resi ist stark ambitioniert Richterin zu werden. Ihre Wege kreuzen sich in Resis erstem Semster 1974 an der juristischen Fakultät in München. Diese Liebesgeschichte ist humorvoll eingebettet in dem gesellschaftspolitischen Wandel in der jüngeren deutschen Geschichte.
Die Studentin Resa wird von Rosalie Thomass („Polizeiruf 110 – Er sollte tot“) gespielt. Diese Rolle 30 Jahre später als engagierte Anwältin wird von Barbara Auer („Nachtschicht“, „Der Liebeswunsch“, „Innere Sicherheit“) dargestellt. Oskar wird von David Rott („Ganz und Gar“, „Das letzte Stück Himmel“) und August Zirner („SPEER UND ER“, „Wut“, „Contergan“, „Schlaflos“) gespielt.
Ruth Toma hat das Drehbuch geschrieben. Der Film wird von der Filmstiftung NRW gefördert. Rima Schmidt produziert diesen Film. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Lucia Keuter (WDR) und Barbara Häbe (ARTE). Gesendet wird „Die letzten 30 Jahre“ 2010 in der ARD. Einen genauen Sendetermin gibt es noch nicht.

Ich hatte vom Casting-Team Marlene Schmidt http://www.casting-ms.de/ den Job bekommen, wie übrigens an die 200 anderen Personen auch, als Komparse in dem Film „Die letzten 30 Jahre“ mitzuwirken. Zwei Tage lang habe ich jeweils an die 14 Stunden mit all den anderen im 70er-Jahre Outfit am Set gestanden und den Hintergrund der Szenen bereichert. Man könnte auch sagen, mit Hintergrundpräsenz geglänzt … So anstrengend und so nervig die ganze Warterei, die man als Komparse durchstehen muss, auch war, sind solche Filmdrehs doch eine ganz besondere Erfahrung. Man einer mag das einfach nur zum Taschengeld aufbessern verstehen, aber ich als Medienwirtschafts-Studentin habe noch ein ganz anderes Interesse sowie anderen Background. Eine Komparsin z.B. war total enttäuscht als sie erfuhr, dass der Film eine Produktion der Öffentlich Rechtlichen Sender sei, und dementierte dann ihr unangebrachtes Verhalten wie z.B. unentwegtes Quatschen und stören der Dreharbeiten damit, dass doch den Film niemand gucken würde… Ohne Worte…
Auch wenn die Dreharbeiten sehr anstrengend waren und wir Komparsen in punkto Verköstigung nicht grade verwöhnt wurden, war es doch mal wieder ein aussergewöhnlicher Job, der trotz der Anstrengungen der frühen Anreise um 7:00 Uhr morgens in Aachen und der ständigen Bereitschaft Spaß bereitet hat. Man hat einige nette Personen kennegelernt, etwas über die deutsche Geschichte gelernt und einen kleinen Beitrag zur deutschen Filmkultur geleistet. Ich bin ko aber zufrieden.
Sobald ich weiß, wann der genaue Sendetermin des Films ist, werde ich denn hier rechtzeitig posten. Als kleines Schmankerl habe ich paar Fotos vom Set gemacht. Aber als Hinweiß, es handelt sich nur um Fotos die nichts mit der Handlung des Films zu tun haben, da das nicht erlaubt ist und mich sonst strafbar machen würde. Die Fotos dienen also nur der kleinen Veranschaulichung. 🙂

Quellen: WDR-Pressestelle

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5 Kommentare Add your own

  • 1. Julio  |  18. Mai 2010 um 13:48

    Lustig, ich war auch dabei. Aber ausgestrahlt wurde der Film bisher glaube ich nicht, oder? Ist ja auch egal. Die Verköstigung war nicht so doll, aber das Casting Team Marlene Schmidt hat sich gut um uns gekümmert. Eine tolle Erfahrung!

    Antwort
    • 2. lena22683  |  18. Mai 2010 um 20:55

      Hallo Julio,

      ja das Casting Team Marlene Schmidt ist echt immer gut organisiert und kümmert sich um die Komparsen.
      Was den Sendetermin von „Die letzten 30 Jahre“ angeht, gibt es noch nix neues. Außer das der Film 2010 im Ersten (ARD) ausgestrahlt werden soll. Sobald ich was erfahre, wird es hier natürlich publiziert! 🙂

      Antwort
  • 3. Jürgen Wieloch  |  17. Juli 2010 um 21:40

    Hallo,
    der Film wurde am Freitag, 16. 07. 2010 ab 20.15 Uhr bei “ ARTE “ ausgestrahlt. Ich habe die Zeit in den angeblich so wilden “ 70er selbst als Student mit erlebt und muss eingestehen,dass hier die einstigen Zustände in der BRD nahezu authentisch wieder gegebne wurden. Bespitzelung durch den Staat,Berufsverbot für „Linke“, die zum größten Teil über Papas Scheck ihren Träume von der Weltrevolution nachjagen durften,später dann über das abgeschlossene Studium Karriere machen konnten und heute der materiellen Selbstverwirklichung hinterher hecheln. Neben all den verlogenen Pharisäern in der Politik bis einst bis jetzt, sind gerade jene Karrierehengste zum Symbol für eine Spießer-Gesellschaft geworden, die alsbald sich das Spaß haben, dann den Zweitwagen und die Drittehe ans Reviers geheftet haben. Der Film zeigt einen Teil dieser Mitmenschen mit all ihren guten Seiten, aber auch den vielen Fehlern. Einfach zum Wiedersehen in der ARD?

    Antwort
  • 4. Claudia Troßmann  |  19. Juli 2010 um 22:13

    Liebe Lena,
    ich fand den Film sehr wirklichkeitsnah. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht. Wohl deshalb verweigere ich mich bis heute jeder Schublade. Das Dumme ist nur, dass frau damit in jede Schublade geworfen wird. Einfach meschugge! :-))

    Liebe Grüße

    Claudia

    PS: Mach, was Du liebst! Dann wird auch aus dem schmalsten Pfad ein wundervoller Lebensweg.

    Antwort
  • 5. Dolores Hurtig  |  6. April 2011 um 17:04

    Hallöchen, endlich mal ein Superfilm! Aber leider gibt es ihn nicht auf DVD. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, wenn es diesen Film auf DVD (Die letzten 30 JAhre)gibt. Ich habe in den 70er Jahren in der DDR gelebt (bin dort geboren) und es erstaunte mich, dass einiges, was wir in der Schule über die BRD mit Ihren Unis (ehemaliger SS Mann war Dozent), erfahren haben, zutraf. Außerdem gab es Parallelen zur BRD, wer nicht linientreu war, konnte nichts werden, Resa konnte keine Richterin werden. Ich z.B. durfte keine Lehrerin in der DDR werden, weil ich Beatmusik gut fand. So waren die Zeiten. Dann die Demos in der BRD, was wir hier gar nicht kannten, und Oskar der Wendehals.
    Ich wünschte, es würden mehr solcher Realitätsfilme gezeigt.
    Liebe Grüße von Dolores

    Antwort

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